Was ist Sauerstofftherapie?
Bei der hyperbaren Sauerstofftherapie wird Sauerstoff (96 %) in einer Druckkammer unter einem Druck von 1,5 ATA eingeatmet. Es erhöht die Sauerstoffsättigung des Gewebes, regt die Regeneration und den Stoffwechsel an.
Hyperbare Sauerstofftherapie
Unser Körpergewebe benötigt Sauerstoff, um zu funktionieren. Die Luft, die wir atmen, besteht zu 21 % aus Sauerstoff. Bei der HBOT wird nahezu reiner (etwa 96 %) Sauerstoff in einem speziellen Raum, der Überdruckkammer, eingeatmet. Der Luftdruck in der Überdruckkammer steigt auf einen über dem Normalwert liegenden Wert von 1,5 ATA, was der Lunge hilft, mehr Sauerstoff zu sammeln. Es ist erwiesen, dass die Sauerstofftherapie nur bei Drücken über 1,4 ATA wirksam ist.
Ein Mensch atmet täglich bis zu 2,5 Kilogramm Sauerstoffmoleküle aus der Umwelt ein, wovon nur 900 Gramm ins Blut gelangen. Aufgrund des hohen Drucks in der Druckkammer verbraucht ein Mensch bis zu 2 Kilogramm Moleküle pro Stunde reinen Sauerstoffs. Unter dem Einfluss des Drucks in der Druckkammer löst sich Sauerstoff im Blutplasma und wird an das Körpergewebe abgegeben, wobei er auch an Stellen ohne Blutversorgung vordringt.
Die hyperbare Sauerstofftherapie erhöht außerdem die Konzentration der zirkulierenden Stammzellen deutlich auf etwa das Achtfache des Normalwerts. Stammzellen sind spezielle Zellen im menschlichen Körper, die dazu beitragen, früh im Leben und Wachstum andere Arten wichtiger Zellen zu bilden, darunter Blutzellen, Gehirnzellen und Muskelzellen. Sie sind das wichtigste interne Wiederherstellungssystem des Körpers.
Sauerstoff sorgt für die Oxidation verschiedener Stoffe (Fette, Proteine, Kohlenhydrate), wodurch der Körper die zur Erhaltung des Lebens notwendige Energie erhält und auch an anderen wichtigen biochemischen Prozessen beteiligt ist.
Das Gehirn verbraucht 1/3 des gesamten Sauerstoffs, der in den Körper gelangt. Sauerstoffmangel stört den Stoffwechsel, schafft Voraussetzungen für die Bildung von Krebszellen und ein zweiminütiger Sauerstoffmangel führt zum irreversiblen Absterben von Gehirnzellen.
Eine unzureichende Sauerstoffversorgung beeinträchtigt zwangsläufig die Gesundheit. Sauerstoffmangel (Hypoxie) kann zu Kopf- und Muskelschmerzen, allgemeiner Schwäche, Schlafstörungen und Depressionen führen. Es können auch eine verminderte Immunität (und dementsprechend eine erhöhte Anfälligkeit für akute respiratorische Virusinfektionen), eine verminderte Konzentration und eine verminderte sexuelle Aktivität beobachtet werden. Das Krebsrisiko steigt.
Die Sauerstoffbehandlung regt außerdem Stoffwechselprozesse an und beschleunigt die Wiederauffüllung der Energiereserven des Körpers, weshalb die Sauerstofftherapie bei verschiedenen Vergiftungen und zur schnelleren Genesung von Krankheiten und Verletzungen aktiv eingesetzt wird.
Als Ergebnis der Sauerstoffbehandlung:
- der Sauerstoffmangel wird beseitigt;
- die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit steigt;
- das Gedächtnis verbessert sich;
- Kopfschmerzen werden gelindert;
- der Blutdruck normalisiert sich
- Stoffwechselprozesse werden reguliert;
- der Stresshormonspiegel sinkt;
- die Wundheilung erfolgt schnell;
- die Funktion des Verdauungssystems verbessert sich;
- das Gewicht ist normalisiert;
- die Immunität nimmt zu;
- die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems verbessert sich;
- die Stressresistenz steigt;
- Giftstoffe werden neutralisiert (z. B. bei einem Kater, einer Vergiftung);
- der Schlaf verbessert sich;
- das hormonelle Gleichgewicht wird erreicht;
- der Heilungsprozess wird beschleunigt.